ZVIZDAN
MITTAGSSONNE

Regie: Dalibor Matanić | Kroatien, Slowenien, Serbien 2015 | Länge: 123 Min | FSK: 16


Meisterhaft erzählt der kroatische Regisseur drei Liebesgeschichten zwischen einer Serbin und einem Kroaten zwischen 1991 und 2011. Dabei gelingt es ihm, den Wahnsinn des Bürgerkrieges emotional nachvollziehbar für die große Leinwand in bestechenden Bildern zu erzählen. In Originalsprachfassung mit deutschen Untertiteln.

Aufführung: 15. Juli 2017 • 21:30 Uhr • Lübben (Haus Burglehn)

Es ist ein wunderschöner Sommertag 1991. Die Serbin Jelena und ihr kroatischer Freund Ivan verbringen einen unbekümmerten Tag am See. Es soll ihr letzter Tag in der Provinz werden, denn schon morgen wollen sie gemeinsam nach Zagreb und so dem Mief ihrer Dörfer entfliehen. Doch mit dem Einzug serbischer Soldaten bricht sich jahrelang aufgestauter Hass seine Bahn und aus Nachbarn werden Todfeinde. Dalibor Matanić beginnt seinen Episodenfilm in trügerisch schönen Sommerbildern.

Die zweite Episode setzt 2001 ein. Zwei Serbinnen: Mutter und Tochter kehren in ihr zerstörtes Dorf zurück. Ein junger Kroate setzt ihr Haus wieder instand. Zwischen ihm und der jungen Serbin findet kaum verbale Kommunikation statt. Und doch entsteht zwischen beiden eine leidenschaftliche, erotische Spannung, die sich einfach entladen muss. Aber die Toten auf beiden Seiten stehen zwischen ihnen.

Auch 20 Jahre nach dem Ausbruch des Krieges kann ein junger Student seinen kroatischen Eltern immer noch nicht gestehen, dass er eine Serbin liebt, die sogar ein Kind von ihm hat. Lieber flüchtet er seit Jahren in die Großstadt.

Gespielt werden die Hauptfiguren in allen Episoden von Tihana Lazović und Goran Marković. Beide verfügen über eine breite darstellerische Palette. Sie können ebenso verliebt-romantisch wie hasserfüllt-leidenschaftlich agieren und tragen diesen emotional komplexen Film durch ihr wuchtiges Spiel.


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